Unterschiede der verschiedenen Hunderassen

Neben dem Mischlingen oder Bastarden, deren Eltern verschiedener Rassen angehören gibt es die sogenannten Rassehunde. Rassehunde stammen meist aus Hundezuchten, deren Züchter speziellen Vereinen angehören. In diesen Rassehundvereinen züchten die Züchter eine spezielle Rasse, die bestimmten Vorgaben entspricht. Zu den Vorgaben der Vereine gehören meist Farbe, Größe, Schönheit. Aufgabenbereiche und spezielle Charaktereigenschaften.

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Hunderassen im FCI (Federation Cynologique Internationale)

Die FCI ist die internationale Weltorganisation des Hundewesens. Sie hat den weltweiten Rassestandard für Hunde geprägt und alle Mitglieder erkennen die von ihr ausgestellten Abstammungsnachweise an. Insgesamt umfasst das Rasseregister bisher 344 verschiedene Rassen, die in folgende zehn Hauptgruppen unterteilt sind:

  • Dachshunde
  • Spitze und Hunde des Urtyps
  • Begleit- und Gesellschaftshunde
  • Stöber-, Apportier- und Wasserhunde
  • Terrier
  • Pinscher, Schnauzer, Schweizer Sennenhunde und Molosser
  • Hüte- und Treibhunde
  • Schweißhunde, Laufhunde und mit den Rassen verwandte Hunde
  • Vorstehhunde
  • Windhunde


Diese Hauptgruppen unterteilen sich jeweils weiter in verschiedene, eigene Rassen.

Rassehunde und ihre Aufgaben

Jäger, Rettungsdienste, Polizei und weitere Berufsgruppen setzen Hunde bei ihrer Arbeit ein. In den verschiedenen Hunderassen sind bestimmte Charaktereigenschaften fest verankert, was sie für verschiedene Aufgaben prädestiniert.

Jäger benötigen Hunde mit ausgeprägtem Jagdinstinkt, die eine hervorragende Nase besitzen und sich leicht von ihrem Hundeführer führen lassen. Die Ausbildung eines Jagdhundes kann bis zu zwei Jahren dauern und seine Erfahrung gibt ihm die Möglichkeit selbständig, auf Befehl seine Arbeit zu erledigen. Guter Gehorsam und eine enge Bindung zu seinem Hundeführer erweisen sich während der Jagd als wertvoll für beide Seiten. Zu den bekanntesten Jagdhundrassen gehören der Dackel, der Vorstehhund, der deutsch Drahthaar und der Münsteraner. Als Jagdhunde weniger bekannt sind der Pudel, der Ridgeback, Corky, der Cocker Spaniel und der Dalmatiner.

Zu den Schoß- und Modehunden zählen Pudel, Chi hua hua und Pekinesen, wobei auch ihre ursprünglichen Aufgaben im Bereich der Jagd lagen. Bei der Kaninchenjagd und um die Bauten von Dachs und anderen Beutetieren zu gelangen, benötigten Jäger kleine Hunde, die mutig und angriffslustig waren. Aus diesem Grund kam es zur Zucht kleiner, drahtiger und mutiger Hunde.

Die Jagd nach Enten, Gänsen und anderer fliegender Beute benötigt ausdauernde, schnelle, mit den Augen verfolgende Hunde. Der Dobermann und die verschiedenen Vorstehhunderassen, entwickelten sich in diese Richtung und dienen noch heute den Jägern als treue, folgsame Gefährten.

Rettungsdienste bilden ihre Hunde zu Rettungshunden aus, die Menschen aus Gefahrensituationen retten und aufspüren. Um diese Arbeit zu leisten sind langjährige Ausbildungen der Hunde erforderlich. Der Neufundländer, der Bernhardiner und der Schäferhund finden Verwendung in Rettungshundestaffeln. Dem Neufundländer kommt für diesen Aufgabenbereich seine Liebe zum Wasser zu Gute und er kann nicht nur schwimmen, sondern auch tauchen. Bernhardiner finden sich bei Rettungshundestaffeln häufig bei Lawinenunglücken, in den gesamten Bergregionen und bei unwegsamen Gelände. Ihre Nase ist untrüglich und viele Lawinenopfer haben ihr Leben einem Bernhardiner zu verdanken.

Schäferhunde und ihre Unterteilungen, gehören zu den Allround Genies der Hunde. Sie sind in vielen Bereichen einsetzbar, ihre Nase ist ausgeprägt und ihr Hütedrang bis heute ungebrochen. Apportieren, suchen, aufstöbern, aufhalten, das Zusammenhalten von Herde und Familie gehören zu den besonderen Vorzügen der Schäferhunde. Der Einsatz bei der Polizei erfordert eine spezielle Ausbildung, die der Förderung spezieller Eigenschaften dient. Hierzu gehört das Trainieren der Nase, des Suchtriebes und des Jagens. Als Schutzhund ist der Schäferhund für Polizei, Zoll und die Sicherung von Haus und Grundstück heute noch unerlässlich. Neben dem Rottweiler und dem belgischen Schäferhund finden verschiedene Hunde ihren Einsatz bei der Polizei, der Bundeswehr und anderen, hochqualifizierten Einrichtungen.

Spezielle Hütehunde, zu denen verschiedene Unterarten des Schäferhundes gehören, sind bei Schäfern und anderen Viehzüchtern beliebt. Sie halten die Herden beieinander und schützen sie vor dem Angriff durch Wölfe und andere Raubtiere. Ebenfalls zu den Hirten- und Hütehundrassen zählen die Molosser.

Die großen und schweren Molosser, wie der Rottweiler, der Bull Mastiff, der Kangal und viele weitere sind in verschiedenen Arbeitsbereichen einsetzbar. Bulldoggen haben ihren Ursprung im Bereich der Jagd und des Schutzes. Rottweiler waren als sogenannte Metzgerhunde bekannt und haben nicht nur Haus und Hof geschützt, sondern auch die schweren, flachen Wagen der Metzger gezogen. Der Kangal gehört zu den Hirtenhunden und ist in der Türkei als Hütehund zuhause. Sein Schutztrieb ist sehr intensiv und ähnlich dem Rottweiler, gehört er der sogenannten Kampfhundekategorie II in Deutschland an.

Die Aufgaben der Hunderassen haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Heutzutage befinden sich nur noch wenig Rassen mit ihrem ursprünglichen Aufgabenbereich betraut. Dies führt nicht selten zu Konflikten, da die Hunde aufgrund ihrer Intelligenz und ihrer rassetypischen Eigenschaften Unterforderung erfahren.

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Konflikte mit Hunderassen

Kleine und mittlere Hunderassen sind als Familienhunde beliebt. Ihre Beliebtheit als Haushunde, verdanken sie ihrem Fell in Farbe und Weichheit, ihrem Aussehen und ihrer Größe. Leider vergisst der Mensch, über ihr niedliches Aussehen oft, dass es sich auch bei den kleinen Hunderassen um Raubtiere handelt. Das Ziel ihrer Zucht war das Jagen und selbständige agieren während der Jagd. In der Haushaltung sind diese Eigenschaften nicht mehr erwünscht und die Intelligenz des Hundes leidet.

Ein kleiner Hund hat ebenso viele Zähne im Fang wie ein großer und die Beißkraft der kleinen Hunde ist nicht zu unterschätzen. Dieser Umstand des Unterschätzens führt dazu, dass die Gefährlichkeit kleiner Hunderassen keine Beachtung findet und die Gefährlichkeit großer Hunde weit schlimmer erscheint.

Als familientreue, friedliche Hunde haben Labrador, Riesenpudel und Golden Retriever in Häuser und Wohnungen Einzug gehalten. Diese Hunderassen fanden als Jagdhunde ihren Einsatz und der Golden Retriever sogar beim Fischen. Sie sind nicht besser oder schlechter in einer Familie zu halten als Schäferhunde oder Rottweiler.

Das Unterfordern der Hunde ob große oder klein, beim Halten in der Familie, führt zu Konflikten. Der Grund liegt darin, dass sich die innere Aktivität und Intelligenz der Hunde Bahn bricht. Zerbissene Möbel, Ungehorsamkeit beim Spaziergang und übertriebener Schutztrieb in Hinsicht auf Familienmitglieder, sind Folgen der Unterforderung. Es gibt keine bösen Hunderassen.

Unsere hoch intelligenten Hunderassen benötigen Ausgleich, Bewegung und Aufgaben, die ein Familienhaushalt nur selten bieten kann. Hundesport wie Obedience, Agility und auf den jeweiligen Hund abgestimmte Trainingseinheiten fordern Hund und Halter. Sorgen für Ausgleich und Auslastung des Hundes.

Kein Welpe kommt böse zur Welt. Jeder Hund kann mit geeigneter Ausbildung, die seinem Charakter und seinen Ur-Eigenschaften entspricht. ein auf Vertrauen und Respekt basierendes Team mit seinem Hundeführer bilden. Jeder Hund, kann bei geeignetem Fördern seiner Intelligenz und seiner Eigenschaften zu einem familientreuen, freundlichen und zufriedenen Hund heran wachsen.

Bissige Hunde sind nicht bissig aufgrund ihrer Rasse, sondern aufgrund ihrer unsachgemäßen Erziehung und Unterforderung. Es gibt keine bösartigen Hunderassen, nur Menschen, die einen Hund durch unsachgemäße Erziehung böse machen.

 

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